22.8.07

Lektion: Sänger-Comeback

Heute wollen wir lernen, was wir als Schlagersänger in einer Talkshow über unser Comeback erzählen.

Hierfür stellen Sie sich vor, dass es mit Ihrer Karriere in den vergangenen Jahren kontinuierlich bergab ging. Jedes Album verkaufte sich schlechter als das vorhergehende. Konzerthallen waren schon lange nicht mehr zu füllen. Nach einer mehrjährigen - natürlich sagen Sie im Fernsehen: "kreativen" - Pause, in der es keine Plattenfirma wagte, mit Ihnen noch etwas aufzunehmen, hat sich schließlich doch noch ein mittelmäßiger Musikproduzent dazu überwunden, mit Ihnen eine neue CD heraus zu bringen.

Und jetzt sitzen in einer Talkshow, in der Sie die Möglichkeit haben, diese neue CD zu bewerben.

Die Fragen, die da kommen, sind immer die selben. Ein Beispiel: Reinhold Beckmann würde Sie mit Sicherheit fragen:

Ich habe das Gefühl, das ist ein anderer als vor einigen Jahren, der uns auf dieser neuen CD etwas mitteilen will. Empfinden Sie das genau so?

So eine Frage - und eine dieser Art kommt garantiert, egal in welcher Talkshow Sie sitzen - ist ein Freifahrtsschein für Ihr endloses, unerträgliches persönliches Gelabere! Hier in Blau Ihre Antworten, und darunter der wahre Sachverhalt. Sie sagen:

Meine neue CD unterscheidet sich grundsätzlich von den vorhergehenden.
Von wegen: die gleichen Herz-Schmerz-Liebe-Abschied-Nummern wie schon auf den 12 CDs vorher.

Ich habe mich seit meiner letzten CD musikalisch weiter entwickelt.
Na klar..., wie eben.

Ich habe mich dieses Mal in die Texte selber eingebracht.
Glatt gelogen: Die Texte wurden Ihnen bei dem finanziellen Wagnis jetzt erst recht vorgeschrieben.

Ich habe in den Texten meine persönlichen Erlebnisse der vergangenen Jahre verarbeitet.
Was ist denn alles passiert: keine CDs mehr verkauft, Streit mit Manager, jahrelang kein TV-Auftritt mehr.

Ich war nie "richtig weg".
Wieder gelogen: Sie waren weg, und in vier Wochen werden Sie es wieder sein.

Das nächste Mal lernen wir, dass wir die selben Antworten schon in ein paar Jahren wieder geben können.

11.8.07

Lektion: Kochen für Verrückte

Heute wollen wir lernen, wie wir bei "Kerner kocht" als Fernseh-Koch mitmachen können.

Das ist ganz einfach. Denn dabei geht es nicht ums Kochen, sondern darum, in das endlose und unerträgliche Gequatsche einzusteigen, das da jeden Freitag Abend vier bis fünf egozentrische Köche und ein dazulabernder Moderator produzieren.

Um bei dem ganzen Gequatsche mithalten zu können, müssen Sie einzig und allein einen Zungenbrecher beherrschen. Üben Sie diesen Zungenbrecher so oft, bis Sie ihn mühelos und flüssig aussprechen können. Dann sind Sie reif für "Kerner kocht"!

Der Zungenbrecher lautet:

Wer Kerners quatschende Köche kochen kuckt,
kriegt krasse Krätze und gar's Kotzen.

Und mit dem Relativsatz beginnend, lautet unser Satz:

Krasse Krätze und gar's Kotzen kriegt,
wer Kerners quatschende Köche kochen kuckt.

Ein paar mal flüssig lesen, und schon können Sie sich zu Kerners verrückten Köchen dazustellen und wunderschön mitquatschen.

Das nächste Mal lernen wir giftige Zutaten, die im Körper toter Fernseh-Köche nicht nachzuweisen sind.

Foto Copyright (c) DVD ZDF Kerners Köche

7.8.07

Lektion: Best of Promis

Heute wollen wir von TV-Prominenten lernen, wie wir uns im Fernsehen besonders gut ausdrücken.

Wir tun das mit Original-Zitaten allseits beliebter TV-Stars. Anhand dieser Aussprüche wird schnell klar, dass Prominente nicht Menschen wie andere sind. Sie sind Berufene, ja - Götter der Tele-Vision, die dem kleinen Mann vor dem Fernseher mit ihren geistigen Ergüssen sowohl inhaltlich als auch in der Ausdrucksweise weit überlegen sind. Wie gesagt: Alle folgenden Aussprüche sind Original-Zitate.

Frauke Ludowig:
"Das trenne ich konsequent: Beruf und Job."

Alfred Biolek:
"Ich esse am liebsten Geflügel,
wie Hühnchen oder Kaninchen."


Arabella Kiesbauer:
"Und was ist, wenn du einen Unfall baust,
und dadurch einen vierköpfigen Familienvater umbringst?"


Anke Engelke:
"Ich suche noch einen Partner
für meine Solokarriere."


Jürgen Fliege:
"Sie sagen, der Schlangenbiss ist tödlich.
Wie tödlich?"


Gunther Gabriel:
"Der Mann muss der Frau
den Auspuff schweißen können."


Das nächste Mal schauen wir uns Röntenbilder der Sprachzentren im Gehirn ausgewählter TV-Promis an.